Nein nein, nicht was sie jetzt denken. Keine physische Gewalt eines Erwerbslosen gegenüber seinem Zwangsbetreuer, sondern psychische Gewalt des Zwangsbetreuers gegenüber dem Erwerbslosen in Tateinheit mit Gesetzesverstoß.

Doch beginnen wir am Anfang. Die Fallmanagerin Carola Kühnemund zwangsbetreut eine Erwerbslose. Sie, die Erwerbslose, gibt gegenüber Frau Künemund an, dass sie unter psychischen Problemen leide, die auch schon in der Vergangenheit ärztlich behandelt worden sind. Daraufhin lässt Frau Kühnemund ein allgemeinärztliches Gutachten erstellen.

An dieser Stelle muss man schon Zweifel anmelden, da ein Allgemeinmediziner ja nun die schlechteste Wahl bei einer psychischen Erkrankung ist. Dementsprechend ist auch das Gutachten ausgefallen. Einschränkungen oder etwa Rücksichtnahmeempfehlungen in Bezug auf die Psyche der Erwerbslosen war Fehlanzeige.

Die Erwerbslose hatte in der Vergangenheit bei ihren Behandlungen schon öfter den Tipp bekommen, dass eine etwaige Beschäftigung möglichst ohne großen Druck und Hektik erfolgen solle. Dies weiß auch jeder Betroffene mit psychischen Problemen. Solange die Erkrankung nicht wirklich geheilt ist, ist Druck von außen und Hektik das beste Mittel, um die Erkrankung zu verschlimmern.

Die Betroffene hat sich aus diesem Grund einen Minijob besorgt, der eine langsame Integration ohne großen Druck gewährleistet. Dieser Minijob ist bei ihrem Vater im Betrieb und bietet sogar die Möglichkeit einer späteren Übernahme. All das weiß die Fallmanagerin Carola Kühnemund, doch das scheint sie nicht zu interessieren. Frau Kühnemund entscheidet, dass unsere Betroffene doch in einer Maßnahme besser aufgehoben sei.

An dem Punkt muss man mal die Frage stellen, was für eine Ausbildung diese Frau genossen hat? War es eine reine Ausbildung in der Verwaltung? Jedenfalls kann es keine Ausbildung mit Kompetenz in sozialer Verantwortung gewesen sein. Wenn doch, muss dieser Abschnitt an ihr fruchtlos vorübergegangen sein. Das ist Gewalt, psychische Gewalt, denn kaum einer kann nachvollziehen, welche Ängste Leute mit psychischen Problemen ausstehen. Schlaflosigkeit, Angst was weiter passieren wird, Angst an den Briefkasten zu gehen. Dazu kommt die Angst der Exsistenzvernichtung, die in den Zwangsvorladungen ständig mit angedroht wird. Die Opfer psychischer Gewalt verlieren ganz erheblich an Lebensqualität und ihre Erkrankungen können sich akut verschlimmern.

In dieser Situation hat sich die Betroffene an uns gewandt und wir haben einen Beistand bei dem Termin der Zwangsvorladung verabredet. Wir betraten den Raum, in dem schon zirka ein Duzend Opfer saßen und in dem Frau Kühnemund am Pult stand. Vor ihr auf dem Tisch einen Stapel mit sogenannten Eingliederungsvereinbarungen, die wie üblich den Opfern während der Veranstaltung aufs Auge gedrückt werden sollen. Frau Kühnemund fragte wer wir sind. Als sie das Wort Beistand hörte, verfiel sie leicht in Hektik und wir wurden nach draußen befördert. Sie meinte, dass ich als Beistand nicht an der Veranstaltung teilnehmen könne, da ich ja keine Einladung hätte. Sie meinte wohl damit die Zwangsvorladung.

Neben psychischer Gewalt wird eben auch ganz offen Rechtsbruch betrieben. Die Bananenrepublik kommt immer deutlicher zum Vorscheinen, jeden Tag ein bisschen mehr und auch ein bisschen krasser und nicht nur in den Arbeitslosenverfolgungsbehörden.

Wir sind dann eben gegangen, ohne Beistand keine Teilnahme an der Veranstaltung. Das war auch die beste Lösung, denn aus anderen Veranstaltungen weis ich natürlich, was für ein Unsinn da erzählt wird. Das ist uns neben der Zeit ebenfalls erspart geblieben. Was den Charakter von Frau Kühnemund noch einmal deutlich offenbart, ist das, was sie uns in einem barschen Ton hinterhergerufen hat. „Wenn Sie denken, dass das Ihnen was nützt“

Zu verantworten hat neben Frau Carola Künemund die psychische Gewalt und den Rechtsbruch auch die Geschäftsführerin der Arbeitslosenverfolgungsbehörde Michaela Ungethüm

 

A. Pianski