Jedenfalls könnte man das meinen, wenn die Chefin der Arbeitslosenverfolgungsbehörde, Michaela Ungethüm, ihre Wahrnehmung kundtut.

Ich jedenfalls, habe schon vor ganz langer Zeit kundgetan, dass es sich bei der Arbeitslosenverfolgungsbehörde um ein Sammelbecken von Menschen mit schlechtem Charakter handelt. Soziopathische- und psychopatische Ausprägungen sind zu finden, aber auch Menschen mit wirklich schlechtem Charakter. Dies kann man immer wieder an den Tatbeständen ableiten, die benutzt werden, um Menschen ins Elend zu treiben. Das Fehlen von Menschlichkeit, Empathie und das Aushebeln der Menschenrechte sprechen dabei eine eigene Sprache.

Das dabei die handelnden Personen persönliche Verantwortung tragen ist auch ein Fakt. Keine Sauerei in der Vergangenheit hätte funktioniert, wenn es nicht tausende von willfährigen kleinen Persönchen gegeben hätte, die so etwas umgesetzt hätten. Leider wird das feststellen der Verbrechen immer erst dann erfolgen, wenn das System überwunden ist. Die persönliche, die ganz eigene Schuld aber bleibt. Der Satz „Ich mache nur meine Arbeit.“ Entbindet keinesfalls von der persönlichen Schuld. Das die persönliche Schuld existiert, hat Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner Rede von 1985 zum 08 Mai 1945 festgestellt.

„Schuld oder Unschuld eines ganzen Volkes gibt es nicht. Schuld ist, wie Unschuld, nicht kollektiv, sondern persönlich.

Es gibt entdeckte und verborgen gebliebene Schuld von Menschen. Es gibt Schuld, die sich Menschen eingestanden oder abgeleugnet haben. Jeder, der die Zeit mit vollem Bewusstsein erlebt hat, frage sich heute im Stillen selbst nach seiner Verstrickung.“

Wer sich die Rede ansehen will, oder nachlesen will, kann das hier und hier tun.

Nun kommen wir aber zu dem Vorfall, der die Methoden dieser Arbeitslosenverfolgungsbehörde und der handelnden Personen überdeutlich aufzeigt. Ziel und Zweck der ganzen Aktivitäten ist die Sanktion, Sanktion um jeden Preis, koste es, was es wolle.

Ein Betroffener bekommt ein Jobangebot. Daraufhin telefoniert er mit dem Arbeitgeber. Die Bewerbung bleibt erfolglos. Jetzt bekommt der Betroffene eine Androhung einer Sanktion mit Anhörungsbogen, weil er sich angeblich nicht beworben hätte. Meine Kollegin, Frau Madaus, begleitet den Betroffenen schon einige Zeit als Beistand bei Terminen in der Arbeitslosenverfolgungsbehörde und so vereinbaren sie einen Termin, um die Sache zu klären und die Sanktion aus der Welt zu räumen.

Am 21.11.2016 erscheinen sie bei Anita Keller und Frau Madaus fragt Frau Keller, was es denn mit der Sanktion auf sich habe. Frau Keller teilt mit, dass eine Nachfrage beim Arbeitgeber ergeben habe, dass kein Kontakt aufgenommen wurde. Der Betroffene bot nun seinerseits an, einen Nachweis des Telefonanbieters zu bringen und das Telefonat nachzuweisen. Es entstand eine Diskussion, in deren Verlauf Frau Keller auf den Nachweis verzichtete und sinngemäß äußerte, dass sie dem Betroffenen glaubt, da man sich ja schon so lange kenne und sie sich frage, warum der Betroffene sie anlügen solle.

Frau Madaus fragte daraufhin noch einmal explizit nach, ob die Sanktion nun vom Tisch ist, was Frau Keller auch mit einem ja bestätigte. Auf die Frage, ob sie den Anhörungsbogen noch ausfüllen sollen, verneinte dies Frau Keller und bemerkte, dass doch nun alles geklärt sei.

Geklärt war es bis zu dem Tag, an dem die Sanktion ins Haus flatterte.

Neues Jobangebot, neues Glück. Auch diesmal telefonisch mit dem Arbeitgeber in Verbindung gesetzt. Auch diesmal Androhung einer Sanktion mit Anhörungsbogen. Auch diesmal der Versuch, bei einem Termin eine persönliche Klärung herbeizuführen. Der Termin war auf den 24.01.2017 gelegt.

In Anbetracht der Ungeheuerlichkeit der Anita Keller bei der ersten Sanktion kontaktierte Frau Madaus im Vorfeld das Kundenreaktionsmanagement der Arbeitslosenverfolgungsbehörde und schilderte das Vorgehen bei der ersten Sanktion. Jetzt kam Bewegung in die Sache. Die Geschäftsführerin, Michaela Ungethüm persönlich, schaltete sich ein und versandte dieses Schreiben.

Frau Madaus hat also eine falsche Wahrnehmung, wenn man nach dem Schönsprech der Frau Michaela Ungethüm geht. Wenn man die allgemeine Lebenserfahrung zu Grunde legt, bedeudet falsche Wahrnehmung in dem Zusammenhang nichts anderes als die Unwahrheit sagen. Was soll man auch falsch verstehen, wenn auf konkrete Fragen mit ja oder nein geantwortet wurde und es auch Nachfragen zu der Thematik gibt. Da muss man fragen dürfen, ob Frau Michaela Ungethüm und Frau Anita Keller an falscher bis gar keiner Wahrnehmung leiden, oder eines der obengenannten Symptome haben?

Nach dem ganzen hin und her hatte Frau Keller nun wahrscheinlich doch nicht den Mut, dem Sanktionsopfer persönlich gegenüber zu treten, denn sie lies durch einen Herrn Erler den Termin absagen. Welche Gründe angeblich hinter der Absage des Termins stecken, kann jeder selbst unter der Nummer 0375 6060469 bei Herrn Erler in Erfahrung bringen.

Was lernen wir daraus? Selbst ein Beistand/Zeuge schützt vor Willkür und groben Verdrehungen der Tatsachen nicht. Man unterstellt dem Beistand einfach falsche Wahrnehmung. Man sollte jetzt echt überlegen, nicht doch 3 bis 4 Beistände hinzuzuziehen. Möglichst noch einen, der in Steno Wort für Wort mitschreibt.

Siegmar Gabriel bezeichnete einst einen Teil des Volkes als Pack. Ich glaube jetzt zu wissen, welchen Teil er damit in Wirklichkeit gemeint hat.

A. Pianski