ist nicht etwa die Devise beim Fördern von Erwerbslosen. Im Gegenteil, dass wendet man beim Schikanieren und beim Vernichten der Existenz an.

Kreativität und Erfindungsreichtum sind dabei grenzenlos. Der Erwerbslose, der durch plumpe Täuschung (Bericht hier) in 2 Sanktionen hineingebracht werden sollte, sieht sich nun dem Versuch ausgesetzt, ihn mit Betrug aus dem Leistungsbezug zu drängen.

Er erhielt folgendes Schreiben.

Dabei muss man wissen, dass der Betroffene Bürger eines EU-Staates ist und schon über 15 Jahre in Deutschland lebt und man fragt sich, welchen geistigen Höhenflug sich da jemand hingegeben hat, zu verlangen, den Aufenthaltsstatus nachzuweisen.

Um auf der rechtlich sicheren Seite zu sein, hat er es dennoch versucht, eine Bescheinigung über seinen aktuellen Aufenthaltsstatus bei der Ausländerbehörde zu bekommen. Wie erwartet, erhielt er die Auskunft, dass ihm den Aufenthaltsstatus niemand bescheinigen kann, da er schlicht und ergreifend das nicht braucht. Leider wollte die Mitarbeiterin der Ausländerbehörde ihm auch keine Bescheinigung ausstellen, dass er keine Bescheinigung braucht.

Mit was haben wir es hier zu tun? Ist das Menschenjagd im Namen des Neoliberalismus? Ist die Firma der Michaela Ungethüm der verlängerte Arm der Eliten und das letzte Glied in der Kette zur Durchsetzung der Doktrin des Neoliberalismus.? Also ich beantworte diese Fragen eindeutig mit ja.

Andere Frage. Welcher Mitarbeiter, oder sollte man besser Büttel sagen, denkt sich denn sowas aus? Entweder ist derjenige völlig frei von Wissen, oder es wird dreist und absichtlich schikaniert. Schikane ist es in beiden Fällen. Nach dem Versuch der Sanktionen tendiere ich allerdings zur zweiten Möglichkeit.

Würde man Nobelpreise auch für Menschenverachtung, moralische Verkommenheit und psychopatische Andienerei an die Eliten verleihen, wäre diese Firma sicherlich ein Top-Kandidat.

Nun möchte ich noch die sächsische Staatskanzlei begrüßen, die im Wochenrythmus bei uns vorbeischaut. Am 1. Februar waren es gleich 3 Sitzungen und am 13. Februar 2 Sitzungen. Sie interessieren sich bestimmt dafür, wie ihre Institutionen so arbeiten und ob dies zum Wohle der Bevölkerung, oder wie in diesem Fall der Erwerbslosen, geschieht. Aus der allgemeinen Lebenserfahrung heraus wissen sie bestimmt, dass Berichte aus den Institutionen selbst heraus meistens maßlos übertrieben sind, wenn es um die Selbstdarstellung geht. Deshalb nutzen sie alternative Quellen, um Missstände aufzudecken und abstellen zu können.

So jedenfalls könnte man es sich vorstellen. Man könnte sich aber auch vorstellen, dass man nachschaut, wie man Derlei unterbinden kann, so dass das Werk der Arbeitslosenverfolgung weiterhin effektiv und in Ruhe fortgeführt werden kann.

A. Pianski